Gedichte von Gerd Schmahl - meine Favouriten

bzw.eigentlich Liedtexte...

 


Schma(h)le Pfade

 

Die Pfade so schmal,
so viele zur Wahl
und keiner kann den rechten sagen.
Das Ziel noch so weit,
der Rückweg verschneit
und trotzdem muss ich 's wagen,
mich auf die Reise zu begeben
ins Labyrinth der Gefühle,
um meine Wünsche hier zu leben
im Labyrinth, im Labyrinth,
im Labyrinth der Gefühle.
 
Und gehen wir zu zweit,
sehen wir auch nur so weit,
wie uns'rer beider Augen leuchten.
Auf den Herzschlag zu hören,
statt uns selbst zu zerstören,
wär' der Kompass den wir bräuchten,
um den rechten Weg zu finden
Im Labyrinth der Gefühle,
um nicht früh schon zu erblinden
im Labyrinth, im Labyrinth,
im Labyrinth der Gefühle.
 
Die Pfade so schmal
und so viele zur Wahl
Den nächsten Schritt nur kann ich sehen.
Der Weg ist so weit,
nur zu schaffen zu zweit.
Doch wer wird neben mir gehen,
wenn ich die schwere Reise wage
ins Labyrinth der Gefühle,
wenn ich meine Träume jage
im Labyrinth, im Labyrinth,
im Labyrinth der Gefühle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Dazu stehen

 

Ich dachte:
"Endlich am Ende!"
Mir gefiel dieses Ziel:
Handliche Hände
mit Gefühl so viel,
 
Traumhafte Trauben,
manch ruheloses Rund,
ein glaubhafter Glauben
und ein mutiger Mund.
 
In ihrer Sonne mich sonnen,
alle Wunden verwunden,
neue Wonnen gewonnen
für gestundete Stunden.
 
Jetzt muss ich dazu steh'n!
Und ich wollte doch nur liegen
in weichen Armen und fortfliegen
und nichts mehr hör'n
und nichts mehr seh'n.

 

 

 

 

 
 
 
 
 
Beschissen zu wissen,
Vertrauen zu klauen,
um mit zerrissenem Gewissen
einen Traum zu schauen,
 
 
den vor dem Morgen verborgen
schon die Nacht verlacht,
der besorgt nichts als Sorgen,
der nur müde macht.
 
 
Die geschulte Geduld
weicht der hässlichen Hast
und auf den Schultern die Schuld
drückt als lästige Last.
 
 
Jetzt muss ich dazu steh'n!
Und ich würde lieber liegen
in weichen Armen und fortfliegen
und nichts mehr hör'n
und nichts mehr seh'n.
 
 
Veruntreutes Vertrauen,
diese brüchige Brücke,
wieder glaubhaft zu erbauen,
riecht nach anrüchiger Tücke.
 
Hab' meine Lüste gelyncht,
mich an diese Stelle gestellt,
meine Wünsche verwünscht,
mich an der Zeche geprellt.
 
Hab' mir die Maske verbeult,
mich an Fratzen geklammert,
mit den Wölfen geheult
und mit den Katzen gejammert.
 
Jetzt kann ich dazu steh'n
und ich kann auch wieder liegen
in deinen Armen und hoch fliegen
und alles hör'n
und alles seh'n.
Jetzt kann ich erst versteh'n.
 

 

 

Wasserverspricht

 

Es logen schon oft
die Meteorologen
uns vom Himmel das Blau.
Es ist so oft
schon aufgeflogen:
Sie sind gar nicht so schlau,
versprechen dir Sonne
auf dem Gesicht,
obwohl es aus allen
Wolken bricht,
 
denn der Wetterbericht
hält wieder nicht,
was er verspricht.
Selbst wenn er Wasser verspricht
hält er nicht
was er verspricht.
 
So mancher hat
ein Haus gebaut,
klein und fast sein.
Hatte dem Archi-
tekten vertraut.
Leider regnet es rein.
Du glaubst was der Fachmann
dir verspricht
bis der erste
Balken bricht.
 
Denn der hält leider nicht,
was die Bauaufsicht
dir verspricht,
weil der Giebel schlicht
unter dem Eigengewicht
zusammenbricht.
Auch der Keller ist nicht
was er verspricht:
er ist nicht wasserdicht.
 
Der eine schönt
die hässliche Statistik,
die andere ihr Gesicht,
doch beide sind
grässlich hinterlistig
und führen uns hinters Licht.
 
Liegt eine Make-up-Schicht
auf dem Gesicht,
dann glaub ihr nicht!
Denn was sie dir verspricht
das is' ja nicht
das wahre Gesicht
Wenn sie sich abwaschen läßt
ist auch der Rest
nicht wasserfest.
 
Was der Liedermacher singt
klingt gar nicht schlecht
und alle denken:"Jaaah,
das ist so ein toller Hecht
und was er singt
ist waaahr."
 
Doch wenn er von Wasser spricht
dann glaubt ihm nicht!
In seinem Glas ist Wein.
Auch wenn das, was er bringt,
nach Wasser klingt:
Das schenkt er sich nicht ein.
Ja, das was er trinkt
und das was er euch singt
das ist nur reiner Wein.
 

 Rechte am Text bei Gerd Schmahl (Kontakt: schmahlgerd@gmx.de)

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